Magendrehung beim Hund: Warnzeichen erkennen
28. Juli 20261 Min. Lesezeit
Eine Magendrehung zählt zu den dringlichsten Notfällen in der Hundemedizin. Unbehandelt kann sie innerhalb weniger Stunden lebensbedrohlich werden. Wer die Warnzeichen kennt, kann schneller reagieren.
Was passiert bei einer Magendrehung?
Der mit Luft oder Futter gefüllte Magen dreht sich um die eigene Achse. Dadurch werden Ein- und Ausgang des Magens abgeschnürt, Gas kann nicht mehr entweichen, und die Blutversorgung von Magen und Milz wird beeinträchtigt. Ohne schnelle Behandlung kann das Gewebe absterben.
Typische Warnzeichen
- Sichtbar aufgeblähter, harter Bauch
- Erfolgloses Würgen, ohne dass etwas hochkommt
- Unruhe, Hecheln, der Hund kann nicht mehr liegen bleiben
- Schneller Puls, blasses Zahnfleisch
- Kreislaufschwäche bis hin zum Kollaps
Ein harter, aufgeblähter Bauch mit erfolglosem Würgen ist ein akuter Notfall. Sofort eine Praxis mit Notdienst kontaktieren.
Welche Hunde sind besonders gefährdet?
Große und tiefbrüstige Rassen (z. B. Deutsche Dogge, Dobermann, Weimaraner, Bernhardiner) haben ein erhöhtes Risiko. Als begünstigende Faktoren gelten unter anderem eine große Mahlzeit kurz vor intensiver Bewegung sowie sehr hastiges Fressen.
Was tun im Verdachtsfall?
Bei den oben genannten Anzeichen zählt jede Minute: sofort eine Praxis oder den Notdienst anrufen und ankündigen, dass der Verdacht auf eine Magendrehung besteht. So kann sich die Praxis auf eine Notfall-Operation vorbereiten. Eine Übersicht, wie du generell im Notfall vorgehst, findest du im Artikel Tierarzt-Notdienst: Was tun im Notfall?
Vorbeugen
Mehrere kleinere Mahlzeiten statt einer großen, Ruhe vor und nach dem Fressen, und Fress-Näpfe, die hastiges Schlingen erschweren, können das Risiko senken. Eine Garantie gibt es dafür nicht. Bei entsprechend veranlagten Rassen lohnt sich ein Gespräch mit der Praxis über vorbeugende Maßnahmen.
Ersetzt keine tierärztliche Versorgung
Dieser Artikel hilft, Warnzeichen frühzeitig zu erkennen. Die Diagnose und Behandlung einer Magendrehung ist ausschließlich Sache der tierärztlichen Praxis.
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