Deutsche Dogge
Ruhiger Riese mit sanftem Wesen, beeindruckend groß, im Alltag erstaunlich gelassen, aber mit kurzer Lebenserwartung.
Größe
Sehr groß (ab 72–80 cm Schulterhöhe)
Gewicht
45–90 kg
Lebenserwartung
7–10 Jahre
Pflegeaufwand
Gering
Charakter
Doggen gelten als freundlich, ausgeglichen und sehr auf ihre Familie bezogen. Trotz ihrer Größe sind sie im Haus meist ruhig und wenig fordernd. Wichtig ist frühe, konsequente Erziehung: ein 70-Kilo-Hund, der an der Leine zieht oder Besucher anspringt, ist schlicht nicht mehr händelbar. Der Bewegungsbedarf ist moderat, aber Doggen brauchen Auslauf in ruhigem Tempo statt sprintlastiger Spiele.
Pflege
Das kurze Fell ist unkompliziert. Anspruchsvoller ist das Wachstum: In den ersten anderthalb Jahren dürfen junge Doggen weder überfüttert noch überlastet werden: keine langen Läufe, keine Treppen im Übermaß, keine Sprünge. Fütterung und Bewegung in dieser Phase gehören mit der Praxis abgestimmt. Auch später braucht die Rasse weiche, große Liegeflächen, sonst entstehen Liegeschwielen.
Typische Gesundheitsthemen
Das wichtigste Thema ist die Magendrehung. Doggen zählen zu den am stärksten gefährdeten Rassen überhaupt. Jede Halterin sollte die Warnzeichen kennen, siehe Magendrehung beim Hund; eine vorbeugende Magenanheftung wird häufig besprochen, etwa im Rahmen der Kastration. Verbreitet sind außerdem die dilatative Kardiomyopathie, eine Erweiterung des Herzmuskels, siehe Herzerkrankungen, sowie Knochenkrebs, Wachstumsstörungen der Knochen, Hüftdysplasie und Instabilitäten der Halswirbelsäule. Die kurze Lebenserwartung ist rassetypisch. Umso sinnvoller sind Vorsorgetermine bereits ab dem fünften Lebensjahr, siehe Vorsorge beim Seniorhund.