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Praxis & Tierarztbesuch

Welpenkauf: worauf du gesundheitlich achten solltest

19. August 20262 Min. Lesezeit

Der Moment der Entscheidung fällt oft in wenigen Minuten, und bestimmt die nächsten zehn bis fünfzehn Jahre. Wer beim Welpenkauf ein paar Punkte prüft, erspart sich und dem Tier häufig genau die Probleme, die Praxen in den ersten Wochen am häufigsten sehen.

Was du vor Ort sehen solltest

  • Das Muttertier, gemeinsam mit den Welpen, nicht "gerade beim Tierarzt" oder "im Nebengebäude"
  • Die Umgebung, in der die Welpen aufgewachsen sind: sauber, mit Alltagsgeräuschen, Reizen und Kontakt zu Menschen
  • Die Geschwister, nicht ein einzelner Welpe in einem leeren Raum
  • Wach, neugierig, spielfreudig, nicht auffällig ruhig oder verschlafen
  • Klare Augen und Nase, saubere Ohren und Analregion, glänzendes Fell, runder, aber nicht aufgeblähter Bauch

Unterlagen, die dazugehören

Ein EU-Heimtierausweis mit eingetragener Chipnummer, dokumentierte Impfungen und Entwurmungen, Nachweise über tierärztliche Untersuchungen und, je nach Rasse, Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere wie Hüft- und Ellbogenauswertung oder Augenuntersuchung. Lass dir die Chipnummer zeigen und mit dem Ausweis abgleichen. Dafür reicht ein Lesegerät, das jede Praxis hat.

Warnzeichen für unseriösen Handel

  • Übergabe auf einem Parkplatz, an der Autobahn oder an der Haustür
  • Mehrere Rassen gleichzeitig verfügbar, "Wunschwelpe auf Bestellung"
  • Sehr niedriger Preis oder Druck, sofort zu entscheiden
  • Welpen jünger als acht Wochen, oft zu klein für ihr angegebenes Alter
  • Keine Papiere, unleserliche Impfeinträge oder ein Ausweis ohne passende Chipnummer
  • Barzahlung ohne Vertrag, kein Name, keine Adresse

Solche Welpen kommen häufig aus dem Ausland, sind zu früh von der Mutter getrennt, nicht ausreichend geimpft und oft mit Parvovirose, Giardien oder Spulwürmern infiziert. Aus einem "günstigen" Welpen wird so schnell ein vierstelliger Klinikaufenthalt, und im Fall von Tollwut ist es ein Thema, das auch Menschen betrifft, siehe Zoonose.

Wer einen Welpen aus Mitleid kauft, um ihn zu "retten", finanziert den nächsten Wurf. Besser: nicht kaufen und die Situation melden.

Direkt nach dem Einzug

Vereinbare in den ersten Tagen einen Termin zur Erstuntersuchung, auch wenn der Welpe fit wirkt. Dabei werden Chip, Ausweis, Impfstatus, Herz, Zähne, Nabel, Hoden und Gewicht geprüft und der weitere Impfplan sowie die Entwurmung festgelegt. Wie der erste Besuch entspannt abläuft, steht in Erster Tierarztbesuch mit dem Welpen. Wichtig: Bring eine frische Kotprobe mit, siehe Kotuntersuchung.

Rasse mit Bedacht wählen

Manche Merkmale, die niedlich wirken, sind gesundheitlich belastend, sehr kurze Nasen etwa, siehe brachyzephal. Ein Blick in die Rassen-Steckbriefe hilft, typische Gesundheitsthemen vorab einzuschätzen.

Ersetzt keine tierärztliche Beratung

Diese Punkte ersetzen keine Untersuchung. Lass jeden neuen Welpen tierärztlich durchchecken.

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